Mitschnitte vom Gedenkkongress jetzt online zum Anhören und Herunterladen

 Der Gedenkkongress ist schon seit einigen Wochen Geschichte, dank coloRadio, dem freien Radio aus Dresden, könnt ihr jetzt Tonmitschnitte von vielen Veranstaltungen anhören und herunterladen.

Einige der Aufnahmen werden außerdem auf coloRadio ausgestrahlt, ihr könnt den Sender in Dresden auf den Frequenzen 98,4 und 99,3 MHz empfangen, sowie im Internet anhören.

  • 15 Jahre Beginn der Mordserie des NSU
    Mit: Bündnis „Die rassistische Kontinuität durchbrechen“ (Nürnberg)
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  • Filmische und künstlerische Auseinandersetzung mit Gedenken und Erinnerung an rechte Morde und Gewalttaten – Chancen und Widersprüche
    Mit: Julia Oelkers und Dan Thy Nguyen
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  • Institutionalisierung von Gedenken? Ist eine langfristige Erinnerungskultur möglich oder wird jedes Gedenken irgendwann zum inhaltsleeren Ritual?
    Mit: RE:GUBEN, Niemand ist vergessen! Initiative in Gedenken an Dieter Eich, Initiative für die Aufklärung des Mordes an Burak B., Initiative „Aktives Gedenken“ (Silvio Meier), Initiative für ein Gedenken an Nguyễn Ngọc Châu und Đỗ Anh Lân
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  • Input: Erinnerung und Gedenken im Internet
    Mit: Antirassistische Initiative ARI Berlin und rechtesland.de
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  • Staatliches und nichtstaatliches Gedenken und Aufarbeitung des NSU – von der Erinnerungsarbeit zu den Konsequenzen und Schlussfolgerungen – zwischen Anspruch und Wirklichkeit
    Mit: Katharina König, Miro Jennerjahn, Aktionsbündnis „NSU-Komplex auflösen“ und „Rassismus tötet!“ Leipzig
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  • Denkmäler als Mittel der Erinnerungspolitik?
    Mit: Initiative „Pogrom 91″
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  • Recherche-Projekt „Unvergessen – Opfer rechter Gewalt in Baden-Württemberg“
    Mit: L. Teidelbaum
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(Photo by Daria / epicantus)

Die Übersichtskarte mit allen Locations jetzt zum Download – Hinweise zu Infobüro und Infotelefon

Karte Locations Gedenkkongress 2015Auf der Auftaktveranstaltung am Freitag und auf einigen anderen Veranstaltungen gibt es ebenso gedruckte Karten und Programme, die ihr euch kostenlos mitnehmen könnt.

Wenn ihr keine abbekommen habt, wendet euch an das Infobüro im linXXnet (Bornaische Str. 3D, 04277 Leipzig), in Notfällen könnt ihr auch das Infotelefon anrufen: 0171 / 97 52 941.

Neue Veranstaltung am Freitag: Der Mord an Samuel Yeboah 1991 – 15 Jahre Erinnerungsarbeit in Saarlouis im Saarland

GedenktafelSamuel Yeboah, poli­tis­cher Flüchtling aus Ghana, wurde am 19. Sep­tem­ber 1991 durch einen ras­sis­tis­chen Bran­dan­schlag auf die Flüchtling­sun­terkunft in Saarlouis-Fraulautern ermordet. Die Täter wur­den nie ermit­telt, die Ermit­tlun­gen nach weni­gen Wochen eingestellt.

Anlässlich seines 10. Todestages fand in der Saar­louiser Innen­stadt am 19.09.2001 eine antifaschis­tis­che Kundge­bung von mehr als 150 Men­schen statt. Im Anschluss daran wurde eine Gedenk­tafel am Saar­louiser Rathaus ange­bracht. Noch am gle­ichen Abend wurde diese auf direkte Ver­an­las­sung des Ober­bürg­er­meis­ters Hans-Joachim Fontaine (CDU) ent­fernt. Begrün­dung: Es läge keine Genehmi­gung vor.

Die Antifa Saar – Projekt AK berichtet von der Auseinandersetzung um die Gedenktafel und die Erinnerungsarbeit an den Morde an Samuel Yeboah.

Ort und Zeit: Freitag, 11.09., 19.45 Uhr, UT Connewitz (Wolfgang-Heinze-Str. 12a, 04277 Leipzig)

Weitere Infos: Programmübersicht Gedenkkongress

Ausstellungen auf dem Gedenkkongress: „Die verschwiegenen Toten“ (Leipzig) und „Burak B.“ (Berlin)

Zwei Erinnerungsinitiativen werden einen Teil Ihrer Arbeit mit Ausstellungen auf dem Gedenkkongress in Leipzig präsentieren.

B3yOgn0CcAAGyUR„Rassismus tötet!“ Leipzig zeigt am Freitag, den 11. September ab 19.00 Uhr im UT Connewitz die Ausstellung „Die verschwiegenen Toten – Opfer rechter Gewalt seit 1990 in Leipzig“. Seit 1990 zählt die Amadeu-Antonio-Stiftung mindestens 184 Todesopfer „rechter Gewalt“ in Deutschland. In Leipzig wurden mindestens acht Menschen umgebracht, hinzu kommen zwei Verdachtsfälle. Nach diesem aktuellem Recherchestand weist Leipzig damit im bundesweiten Vergleich die zweithöchste Zahl an rechtsmotivierten Morden auf. Mit der Ausstellung „Die verschwiegenen Toten – Opfer rechter Gewalt seit 1990 in Leipzig“ soll den Opfern gedacht und erinnert werden. Ziel ist die offizielle Anerkennung der Toten als „Todesopfer rechter Gewalt“ sowie ein angemessener Umgang der Gesellschaft mit diesen Taten. Die einzelnen Morde erfordern eine Auseinandersetzung mit deren Ursachen, die diese Taten erst ermöglicht haben. Im Rahmen der Ausstellung soll über die Dimension rechter Gewalt in Deutschland und im Besonderen in Leipzig gesprochen werden. Zudem wird der politische, juristische und gesellschaftliche Umgang mit den Betroffenen und ihren Angehörigen thematisiert und die Notwendigkeit des aktiven Gedenkens an die Getöteten dargelegt werden.

BurakAusstellungEbenso ab Freitag, den 11. September ab 19.00 Uhr (UT Connewitz) und zusätzlich am Samstag, den 12. September von 09.30 Uhr bis 18.00 Uhr (linXXnet) zeigt die „Initiative für die Aufklärung des Mordes an Burak B.“ ihre Ausstellung zu Burak B.. Der junge Mann wurde in der Nacht von dem 4. auf den 5. April 2012 in Berlin-Neukölln vor dem Krankenhaus Britz erschossen. Der unbekannte Mörder verletzte Alex A. und Jamal A. lebensgefährlich und tötete Burak. Bis heute kämpft die Initiative für die Aufklärung des Falls und sieht parallelen zu den Morden des NSU. Sie erinnert mit monatlichen Mahnwachen in Berlin an das Schicksal Buraks.

(Fotos: Twitter – Linksjugend Leipzig, burak.blogsport.de)

Neue Veranstaltung im Programm: 15 Jahre Beginn der Mordserie des NSU – Demonstration am 19. September in Nürnberg

 Diesen September jährt sich mit der Ermordung von Enver Şimşek zum 15. Mal der Beginn der Mordserie des NSU. Das Bündnis „Die rassistische Kontinuität durchbrechen“ ruft dazu auf, die Auseinandersetzung mit dem gesellschaftlichen Rassismus, der zu den Taten des NSU führte, am 19. September in Nürnberg auf die Straße zu tragen – der Stadt, in der der NSU zuerst mordete und die wie nur wenige andere für die ungebrochene Kontinuität des Rassismus in Deutschland steht.

Weitere Informationen zur Demonstration, die unter dem Motto „Gegen Deutschland und seine Nazis. Wer aber vom Rassismus nicht reden will, sollte auch vom NSU schweigen“ steht, finden sich auf der Website vor15jahren.blogsport.de.

Wichtig ist den Referent*innen der Initiative „Das Schweigen durchbrechen!“ (Teil des Bündnisses „Die rassistische Kontinuität durchbrechen“ und des bundesweiten Aktionsbündnisses Aktionsbündnis „NSU-Komplex auflösen“) die Einordnung der anstehenden Demonstration als Teil eines kontinuierlichen aktiven Gedenkens an die drei Opfer des NSU in Nürnberg.

Ort und Zeit: Samstag, 12.09., 09.30 Uhr, linXXnet (Bornaische Str. 3D, 04277 Leipzig)

Weitere Infos: Programmübersicht Gedenkkongress

Zusatzveranstaltung: Erinnerung an Mehmet Turgut in Rostock – Initiative „Mord verjährt nicht!“ und Mehmet-Turgut-Haus

 Initiative „Mord verjährt nicht!“

Die Initiative „Mord verjährt nicht!“ entstand im November 2011 als Reaktion auf dass Auffliegen der rechtsextreme Terrorgruppe „NSU“. Bereits zu diesem Zeitpunkt organisierten Aktivist_innen der Gruppe eine Gedenkveranstaltung zum Thema des Mordes an Mehmet Turgut.

Am 25.02.2012 veranstaltete die Initiative eine Gedenkveranstaltung am Tatort des Mordes. Die Gedenkveranstaltung rief ein breites öffentliches Interesse hervor, nachdem sie von Neonazis gewaltsam angegriffen wurde. Zu diesem Zeitpunkt waren die Aktivist_innen noch nicht unter dem Namen „Mord verjährt nicht!“ organisiert.

Die Firmierung unter dem Namen „Mord verjährt nicht!“ erfolgte im Herbst 2012. Der thematische Schwerpunkt war damals, durch politischen Druck einen Untersuchungsausschuss vor dem Landtag Mecklenburg-Vorpommerns zu erwirken. Insbesondere die Vertreter_innen der Oppositionsparteien (Grüne und Linke) wurden dazu kontaktiert. Der Untersuchungsausschuss scheiterte jedoch im Winter 2012/2013 an einem Rückzug der Grünen aus der Debatte.

Fortan konzentrierte sich die Initiative „Mord verjährt nicht!“ schwerpunktmäßig auf ein lokales Gedenken in Rostock. So organisiert sie seit 2013 jeden 25. Februar das Gedenken an den Mord an Mehmet Turgut.

Aktuell liegt der Schwerpunkt auf einer Umbenennung des Neu-Dierkower-Wegs in Mehmet-Turgut-Straße. Zuletzt scheiterte die Umbenennung an einer Gegenstimme aus dem Bürgerschaftsrat des Stadtteils Dierkow, die Forderung wird aber nach wie vor verfolgt.

Auch findet nach wie vor eine kritische Auseinandersetzung mit dem Gedenkort, besonders der dort aufgestellten Gedenktafeln statt, da sie von der Initiative „Mord verjährt nicht!“ inhaltlich nicht für ausreichend gehalten werden. So fehlt beispielsweise eine gemeinsame Erklärung der Oberbürgermeister der Stadt Rostock gegen Fremdenhass und Gewalt auf diesen Tafeln.

Mehmet-Turgut-Haus

Der Stadt Rostock eilt bis heute bundesweit ein Ruf voraus, der auf zwei schrecklichen, rassistisch motivierten Ereignissen beruht: dem brennenden Sonnenblumenhaus 1992 und der Ermordung von Mehmet Turgut durch die rechtsextreme Terrorgruppe „NSU“ im Jahre 2004. Dieser Mord fand im Rostocker Stadtteil Toitenwinkel in unmittelbarer Nähe eines von der Stadt betriebenen Stadtteilbegegnungszentrums (SBZ) statt.

Die Hansestadt Rostock betreibt in den Stadtteilen Toitenwinkel und Dierkow zwei Stadtteilbegegnungszentren (SBZ), die in ehemaligen DDR-Kindergartenbauten untergebracht sind. Rostock baut derzeit zwei neue Gebäude für die SBZs, die 2015 fertiggestellt werden sollen. Die alten Gebäude mit jeweils 2.600m² stehen nun für Diskussionen über weitere Verwendungen zur Verfügung.

Wir möchten dazu beitragen, den Ruf Rostocks insgesamt zu verbessern, indem wir in Rostock Nordost einen Gegenentwurf zu Fremdenhass und Gewalt ins Leben rufen. Das Haus nach Mehmet Turgut zu benennen, ist für uns ein Zeichen des Gedenkens an den rassistischen Mord in Rostock Nordost.

Mit unserem Projekt – dem Mehmet-Turgut-Haus – möchten wir vor Ort ein soziales und integratives Hausprojekt verwirklichen, in dem Toleranz, Offenheit und Miteinander als Grundwerte vorherrschen und gelebt werden. Wir setzen uns für die Freiheit und Gleichheit aller Menschen und ein solidarisches, demokratisches Miteinander ein. Wir möchten Raum erhalten, in dem Ausgrenzung und Diskriminierung keinen Platz haben. Das Mehmet-Turgut-Haus wird vom Trägerverein „Soziales Rostock e.V.“ betrieben.

Ort und Zeit: Samstag, 12.09, 14.00 Uhr, Conne Island (Backstage) (Koburger Str. 3, 04277 Leipzig)

Weitere Infos:

Programmübersicht Gedenkkongress

Foto: kombinat-fortschritt.com

Pressemitteilung vom 04.09.: „Gedenkkongress 2015″ vom 11. bis 13.09.2015 in Leipzig

Von Freitag den 11.09. bis Sonntag den 13.09.2015 veranstalten die Gruppen „Rassismus tötet!“ Leipzig und „Pogrom 91″ (Hoyerswerda) einen bundesweiten „Gedenkkongress“ in Leipzig. Der Kongress wird sich hauptsächlich mit der Praxis von antirassistischer und nichtstaatlicher Gedenk- und Erinnerungsarbeit an rechte Morde beschäftigen. Einen Schwerpunkt wird dabei der NSU-Komplex darstellen. An verschiedenen Veranstaltungsorten in Leipzig-Connewitz wird es Filmvorführungen, Ausstellungen, Vorträge, Workshops oder Podiumsdiskussionen geben.

Dazu Georg Heinze vom Gedenkkongress-Vorbereitungskreis: „Der Gedenkkongress findet unter dem Titel ‚NSU-Gedenken im Kontext bisheriger Gedenk- und Erinnerungspolitik an rechte Morde und Gewalttaten‘ statt. In diesem Kontext haben wir uns mit antirassistischen und antifaschistischen Initiativen aus dem gesamten Bundesgebiet zusammengeschlossen und möchten mit diesen in vielen gemeinsamen Gesprächen und Veranstaltungen über die Möglichkeiten einer würdigen Gedenkarbeit diskutieren.“

In der Reflexion bisheriger Gedenk- und Erinnerungsarbeit nichtstaatlicher Initiativen sollen Schlüsse für das Andenken an die Betroffenen des NSU gezogen werden. „Wir rechnen nach derzeitigem Stand mit bis zu 200 Gästen aus dem gesamten Bundesgebiet, die unserer Einladung folgen wollen“, so Heinze weiter.

Als Veranstaltungsort wurde sich bewusst für eine Stadt in Sachsen entschieden. Der NSU konnte über Jahre von Sachsen aus agieren, er konnte sich hier erfolgreich verstecken und war bestens in die rechtsradikale Szene vernetzt. Bis heute wurden die Gründe dafür von den staatlichen Behörden und zivilgesellschaftlichen Organisationen gerade in Sachsen kaum aufgearbeitet. Auch nach der Selbstenttarnung der NSU-Köpfe bleiben die Zahlen rassistischer und rechter Gewalttaten hier, aber auch bundesweit, erschreckend hoch. Gerade in Sachsen besteht Diskussions- und Aufholbedarf in der Erinnerung an rechte Morde und Gewalttaten sowie in der Präventionsarbeit.

Weitere Informationen zu allen Veranstaltungen und anwesenden Initiativen auf dem Gedenkkongress finden Sie im Internet unter http://www.gedenkkongress.de.

Für Rückfragen sämtlicher Art stehen wir per E-Mail unter gedenkkongress@systemli.org jederzeit gerne zur Verfügung. Bitte hinterlassen Sie Ihre Telefonnummer, wir rufen Sie gern zurück.

Programmübersicht:
http://www.gedenkkongress.de/programm

Facebook:
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Twitter:
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Aktuelle Jungle World: Diskussionsbeiträge zum Gedenkkongress

 Die Wochenzeitung Jungle World hat in Ihrer aktuellen Ausgabe Nummer 36, die am heutigen Donnerstag, den 03. September erschienen ist, eine Diskussion passend zum Gedenkkongress veröffentlicht.

„Rechte und rassistische Gewalt wird häufig verhamlost und verdrängt, ihre Opfer werden vergessen. Gedenkinitiativen versuchen dies zu verhindern“, heißt es in der Einleitung zu den Beiträgen. „Wie bleibt auch institutionalisiertes Gedenken kritisch, ohne sich vereinnahmen zu lassen?“ lautete die Frage, welche Alexandra Klei und die Initiative „Pogrom 91″ diskutierten.

Beide Beiträge können online gelesen werden:

„Gedenken muss reflektiert werden“ von Alexandra Klei

„Verdrängen wird nicht verlernt“ von der Initiative „Pogrom 91″

Schlafplatzbörse: Schnell sein, lohnt sich!

 Für alle, die nicht in Leipzig wohnen, aber trotzdem am Kongress teilnehmen wollen, haben wir eine Schlafplatzbörse eingerichtet.  Schnell sein lohnt sich: Wer sich zu erst meldet, bekommt die besten Plätze in Leipzig Connewitz – direkt in der Nähe aller Veranstaltungslocations.

Schreibt uns einfach eine Mail an gedenkkongress@systemli.org.

Bitte teilt uns mit, wie viele Schlafplätze ihr an welchen Tagen braucht und wie wir euch erreichen (am besten per Telefon). Ihr könnt dafür mit uns verschlüsselt kommunizieren – nutzt einfach unseren PGP-Key. Wie ihr per PGP-Verschlüsselung sicher über E-Mail kommunizieren könnt, hat systemli.org auf seiner Website beschrieben.

Zusätzliche Veranstaltung am Samstag: Vorstellung Recherche-Projekt „Unvergessen – Opfer rechter Gewalt in Baden-Württemberg“

 In Baden-Württemberg gab es von 1990 bis heute mindestens sieben Todesopfer rechter Gewalt, vor 1990 finden sich zwei weitere eindeutige Morde. Daneben gab es vor und nach 1990 mehrere Verdachtsfälle.

Das Recherche-Projekt „Unvergessen – Opfer rechter Gewalt in Baden-Württemberg“ hat sich zum Ziel gesetzt, für das Gebiet von Baden-Württemberg alle bekannten Fälle von rechten Morden zu dokumentieren und dabei auch die Opfer zu porträtieren, in der Hoffnung ihnen damit einen Teil ihrer Würde zurückzugeben.

Neben den eindeutigen rechten Morden wurden weitere Fälle dargestellt, bei denen ein rechtes Motiv zwar nicht belegt, aber auch nicht ausgeschlossen werden kann. Diese Fälle enthalten nach einer Beschreibung auch eine vorläufige Einschätzung. Damit verbunden ist die Hoffnung, dass diese Verdachtsfälle neu aufgerollt und untersucht werden.

Das Ergebnis der bisherigen Recherchen ist eine Fallsammlung, die auf dem Blog unvergessen.blogsport.de veröffentlicht wurde. Es ist die erste Dokumentation dieser Art für das Bundesland Baden-Württemberg.

Ort und Zeit: Samstag, 12.09., 10.45 Uhr, Conne Island (Backstage) (Koburger Str. 3, 04277 Leipzig)

Weitere Infos: Programmübersicht Gedenkkongress