Ausstellungen auf dem Gedenkkongress: „Die verschwiegenen Toten“ (Leipzig) und „Burak B.“ (Berlin)

Zwei Erinnerungsinitiativen werden einen Teil Ihrer Arbeit mit Ausstellungen auf dem Gedenkkongress in Leipzig präsentieren.

B3yOgn0CcAAGyUR„Rassismus tötet!“ Leipzig zeigt am Freitag, den 11. September ab 19.00 Uhr im UT Connewitz die Ausstellung „Die verschwiegenen Toten – Opfer rechter Gewalt seit 1990 in Leipzig“. Seit 1990 zählt die Amadeu-Antonio-Stiftung mindestens 184 Todesopfer „rechter Gewalt“ in Deutschland. In Leipzig wurden mindestens acht Menschen umgebracht, hinzu kommen zwei Verdachtsfälle. Nach diesem aktuellem Recherchestand weist Leipzig damit im bundesweiten Vergleich die zweithöchste Zahl an rechtsmotivierten Morden auf. Mit der Ausstellung „Die verschwiegenen Toten – Opfer rechter Gewalt seit 1990 in Leipzig“ soll den Opfern gedacht und erinnert werden. Ziel ist die offizielle Anerkennung der Toten als „Todesopfer rechter Gewalt“ sowie ein angemessener Umgang der Gesellschaft mit diesen Taten. Die einzelnen Morde erfordern eine Auseinandersetzung mit deren Ursachen, die diese Taten erst ermöglicht haben. Im Rahmen der Ausstellung soll über die Dimension rechter Gewalt in Deutschland und im Besonderen in Leipzig gesprochen werden. Zudem wird der politische, juristische und gesellschaftliche Umgang mit den Betroffenen und ihren Angehörigen thematisiert und die Notwendigkeit des aktiven Gedenkens an die Getöteten dargelegt werden.

BurakAusstellungEbenso ab Freitag, den 11. September ab 19.00 Uhr (UT Connewitz) und zusätzlich am Samstag, den 12. September von 09.30 Uhr bis 18.00 Uhr (linXXnet) zeigt die „Initiative für die Aufklärung des Mordes an Burak B.“ ihre Ausstellung zu Burak B.. Der junge Mann wurde in der Nacht von dem 4. auf den 5. April 2012 in Berlin-Neukölln vor dem Krankenhaus Britz erschossen. Der unbekannte Mörder verletzte Alex A. und Jamal A. lebensgefährlich und tötete Burak. Bis heute kämpft die Initiative für die Aufklärung des Falls und sieht parallelen zu den Morden des NSU. Sie erinnert mit monatlichen Mahnwachen in Berlin an das Schicksal Buraks.

(Fotos: Twitter – Linksjugend Leipzig, burak.blogsport.de)