Pressemitteilung vom 04.09.: „Gedenkkongress 2015“ vom 11. bis 13.09.2015 in Leipzig

Von Freitag den 11.09. bis Sonntag den 13.09.2015 veranstalten die Gruppen „Rassismus tötet!“ Leipzig und „Pogrom 91“ (Hoyerswerda) einen bundesweiten „Gedenkkongress“ in Leipzig. Der Kongress wird sich hauptsächlich mit der Praxis von antirassistischer und nichtstaatlicher Gedenk- und Erinnerungsarbeit an rechte Morde beschäftigen. Einen Schwerpunkt wird dabei der NSU-Komplex darstellen. An verschiedenen Veranstaltungsorten in Leipzig-Connewitz wird es Filmvorführungen, Ausstellungen, Vorträge, Workshops oder Podiumsdiskussionen geben.

Dazu Georg Heinze vom Gedenkkongress-Vorbereitungskreis: „Der Gedenkkongress findet unter dem Titel ‚NSU-Gedenken im Kontext bisheriger Gedenk- und Erinnerungspolitik an rechte Morde und Gewalttaten‘ statt. In diesem Kontext haben wir uns mit antirassistischen und antifaschistischen Initiativen aus dem gesamten Bundesgebiet zusammengeschlossen und möchten mit diesen in vielen gemeinsamen Gesprächen und Veranstaltungen über die Möglichkeiten einer würdigen Gedenkarbeit diskutieren.“

In der Reflexion bisheriger Gedenk- und Erinnerungsarbeit nichtstaatlicher Initiativen sollen Schlüsse für das Andenken an die Betroffenen des NSU gezogen werden. „Wir rechnen nach derzeitigem Stand mit bis zu 200 Gästen aus dem gesamten Bundesgebiet, die unserer Einladung folgen wollen“, so Heinze weiter.

Als Veranstaltungsort wurde sich bewusst für eine Stadt in Sachsen entschieden. Der NSU konnte über Jahre von Sachsen aus agieren, er konnte sich hier erfolgreich verstecken und war bestens in die rechtsradikale Szene vernetzt. Bis heute wurden die Gründe dafür von den staatlichen Behörden und zivilgesellschaftlichen Organisationen gerade in Sachsen kaum aufgearbeitet. Auch nach der Selbstenttarnung der NSU-Köpfe bleiben die Zahlen rassistischer und rechter Gewalttaten hier, aber auch bundesweit, erschreckend hoch. Gerade in Sachsen besteht Diskussions- und Aufholbedarf in der Erinnerung an rechte Morde und Gewalttaten sowie in der Präventionsarbeit.

Weitere Informationen zu allen Veranstaltungen und anwesenden Initiativen auf dem Gedenkkongress finden Sie im Internet unter http://www.gedenkkongress.de.

Für Rückfragen sämtlicher Art stehen wir per E-Mail unter gedenkkongress@systemli.org jederzeit gerne zur Verfügung. Bitte hinterlassen Sie Ihre Telefonnummer, wir rufen Sie gern zurück.

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